Johannes Spangenbergs Sammlung Deutscher Gedichte
Deutsche Gedichte, eine Anthologie
Index:
Autoren
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
Arno Holz
Inhalt
Buch der Zeit
Widmungsepistel
Ihr kriegt mich nicht nieder,
Du kannst nichts Höheres denn sie vertreten.
Zwei Racen giebt's, die eine wird mit Sporen, ...
... Mit Sätteln wird die andere geboren!
Der jetzt durchs Veilchenthal fleucht, und wie die riefelnden Bäche!
Ein jeder lebt's, nicht vielen ist's bekannt,
Auf das Andre pfeif ich!
Literarische Liebenswürdigkeiten
Ballade
Stoßseufzer!
Anathema sit!
Einem Glacédemokraten
Tagtäglich
F. v. B.
Wie es kam
So ist's!
Die deutschen Denker an die deutschen Dichter
Buch der Zeit
Also les' ich meinen Schiller heut!
Und Ich will einen Bund mit dir machen!
Arme Lieder
Meine Nachbarschaft
Een Boot is noch buten!
So Einer war auch Er!
Ein Herz, das zersprungen
Nachtstück
Weder Glück noch Stern!
Ninon
Im Volkston
Buch der Zeit
Möge dies Mährlein euch unterhalten.
Emanuel Geibel
Und ein Schwert ist gebrochen in der Hand eines Feldherrn! Und ein hoher Priester ist gestorben!
Und wieder hieb,
Buch der Zeit
Dunkelt in ernster Pracht.
Erwirb es, um es zu besitzen!
Das blutige, nicht ruhn.
Der grossen Hymne der Natur das Ohr voll Andacht leihe!
Im schlichten Gewande.
Selbst das Gebein der Toten machst!
Tagebuchblätter
Und es blutet und es leidet.
Ein altes Lied aus alter Zeit.
O, wie so oft hab ich gesessen
Mein Herz war froh, mein Leben Poesie,
O, wie weit, wie weit,
O dass doch aus dem Klanggewinde
Sonnengluthen, Abendschatten
Ja, ich geb's zu, und Du hast Recht, mein Freund:
Mit den Wolken, mit den Winden,
Und immer weiter
Der Sonne letzter Schein
Jüngst sah ich den Wind,
O du lieber, linder Sommerabend,
Webt Winterduft.
Und wieder nun lässt aus dem Dunkeln
Apage, blonder Satan, lass mich los!
Mein Herz schlägt laut, mein Gewissen schreit.
Vom Thurm her klangen die Osterglocken
Nun muss sich wieder alles wenden,
Noch stellt der Wald sich taub und todt,
Endlich durchfährt nun mit Sang und Klang
Nun stimmt sie wieder mir den Psalter
Schenk ein, liebe Sonne, dein Licht, dein Licht,
Willst du denn immer noch nicht ruhn?
Still, still, Kind, still! es war ein Traum.
Gründunkel wehn die Pinien,
Wozu dies Fältchen heut, mein Süsschen,
Mille de Fleurs und Bonbonnièren,
Nein, nein! Im Ernst, mein Herz! Dein Marquis Posa
Wohl jauchz ich, wenn der Tag sein Werk bestellt,
Wie lang ist's her? Erst sieben Jahre!
Nacht.
In himmelblauer Ferne,
Buch der Zeit
Aendert sich das Wetter, oder es bleibt, wie es ist.
Und bin so klug, als wie zuvor!
Ma pauvre Muse, hélas qu'as-tu donc ce matin?
Berliner Schnitzel
Initiale
Programm
Die deutsche Dichtkunst
Suum Cuique
Die Simpeldichter
Chorus der Lyriker
Donner und Doria!
An unsre Modedichter
Traurig aber wahr
Theorie
Recept
Stossgebet!
Offener Brief
An Neunundneunzig von Hundert
Als Wegzehrung
Bibelbiereifrig!
An meine Freunde
Das kommt davon!
An mich selbst
An die Conventionellen
En passant
An die Autoritätsklauber
An gewisse Quidams
Die achte Todsünde
Pro Domo
Dito
Selbstporträt
An mehrere Kritiker
Leider!
Verschiedenen Collegen
Dreierlei
Das beste Wappen
Stimmt!
Einem Kritiker
Collega Collegæ
Kritiksucht
An meine Kritiker
Einem »Freunde«
Einem Pseudonym
Einem abgeblitzten Collegen
Unser Wortschatz
Einem Fortschrittsleugner
Schon gut!
Et altera pars!
Sansara
Abfertigung
Trotzalledem!
Urewig
Es bleibt sich gleich!
Der Ruhm?
Sei ein Philister!
»Adam Mensch«
Einem »Tondichter«
Richard Wagner als »Dichter«
An Gottfried Keller
An die Wölfflinge
An Albert Träger
An Max Kretzer
An Joseph Victor von Scheffel
Felix Dahn
Einem Gartenlaubendichter
An Rudolf Baumbach
An Adolf Friedrich von Schack
An Friedrich Rückert
Unsre Zeit
Ein »garstig« Lied!
Einstweilen!
Drei Dinge
Nicht »antiker Form sich nähernd«
Ultima ratio
Für Schnillern etc.!
An den's gerichtet ist!
Amerika
In memoriam!
Lehrfreiheit
An gewisse »Naturforscher«
Freilich!
Schauderhaft
Einem Pietisten
Schliesslich!
Schwarz in Schwarz
Ad notam
Stossseufzer
Einem Orthodoxen
Variatio delectat
Al fresko
»Die letzten Zehn«
Ÿ¶Ö ƒÀ¼Â ɼ ¸¼Â
Wie's gemacht wird!
Da meinen Einige vermessen,
Geisterduo
Russisch!
Pfui Deibel!
Selbstredend!
Für kleine Kinder
Auf der Strasse
Ausgepfiffen!
Strophen!
Fidele Bande
Drei Altdeutsche
Drei Andre
In der Sonnengasse
Nicht wahr?
Kusch dich!
Weltzeitungs-Inserat
O Glaube, Liebe, Hoffnung, heilige Dreiheit,
Reimspiel
An die Opportunisten
An unser Volk!
Anti-Hiob
Der Dichter
Videant consules!
Chaos
Dieses Buch
Das Volk an die Fürsten
An die »obern Zehntausend«
Chanson
Noch ein Stossseufzer
Sanft ruhe seine Asche!
Tres faciunt Collegium
Ganz recht!
Fragezeichen
Auf alle Fälle
Frommer Wunsch
Ein dunkles Blatt
Ein altes Wort
Ein für alle Mal!
Tafelspruch
Zum Dessert
Meine Freunde
Kater
Die Kritik als Epilog
Phantasus
Ihr Dach stiess fast bis an die Sterne,
Durch eine unverdiente Gnade
Die Nacht verrinnt, der Morgen dämmert,
An seiner Kettenkugel schleppe,
Und wieder hat das Rad der Stunde
Ein Königreich für eine Leier!
Die Nacht liegt in den letzten Zügen,
O, lasst mir meine Himmelsleiter!
Der Mond blitzt durch die Fensterscherben
Ich schwamm auf purpurner Galeere
Nun hat der Morgen seine Thore
Schlag zu, mein Herz, die Flocken treiben
Und als der Morgen um die Dächer
Buch der Zeit
Wohin ich wandern soll!
Du kennst dein Kind, mein schönes Vaterland!
Dafnis
Er brohbt erst sein Säyten-Spihl
Er lobt sich sein Purschen-Leben!
Er freut sich/ daß es Winter ist
Es fegt so grimm kalt/ daß er mehr nur noch für seinen Ofen hokkt
Er drillert ihr ein Qwodlibet
Sein Qwodlibet geföllt ihr so außdermahßen/ daß er ihr sofort noch-eins drillert
Daß es bald Oculi ist/ drukkt ihme nicht das Hertz ab
Es macht ihn durchauß vergnügt/ daß es schon Lätare ist
Er passirt an ihrer Thür vorbey
Er will mit ihr spazziren gehn
Es gaudirt ihn/ daß die Mädergens schon das Graß zertrükken
Er lihgt mit ihr im Grünen
Er spazzirt durch den Morgen
Er wartet auff sie in einem Lust-Wäldgen
Es verdreußt ihm!
Er zörnt dem Cato
Er hält darfor/ daß der Frühling so rächt die Zeit zum Lihben ist
Er hört mit ihr den Gukguk schreyn
Er klagt/ daß der Frühling so kortz blüht
Er läßt nie sein Maul hängen!
Er rastet mit seinen Gesöllen an einem schönen May-Morgen in einem Bircken-Hayn
Er freut sich/ daß es Frühling ist
Er bokulirt im Hirschen
Er siht sich am andern Morgen im Spihgel
Er perstringirt seine Gesöllen
Er klebt so ämsig über seinen Büchern/ daß ihm der Schweiß vom Bukkel dropfft
Er durchhechelt auch die Weibrichins
Er verlöffelt sich in seine Kammer-Magd
Er will sich nicht mit andern in sie dheilen
Er drohstet sich über sie
Er will nicht heurathen!
Er stammt auß Flandern
Er sizzt auff dem Parnaß
Er hält sich vor mehr alß die übrigen
Er fühlt sich fast den Sternen nah
Er bluhstert sich auff/ alß ob er der Daradiridatumtarides wäre
Er sizzt mit seinen Kompanen im Sauff-Hauß und solmisirt ihnen/ wofor er sie frey-hält
Er durchsaufft mit seinen Gesöllen die gantze Nacht im blauen Oriflanten
Er singt ihnen/ während deme sie drincken/ in die Laute/ wodrauff sie ihme ümmer/ zum Clavicembalo/ vergnügt antworten
Er freut sich/ daß es Sommer ist
Der Hunds-Stern verbrännt ihn fast
Er lauscht einem Vögelgin
Er spazzirt mit ihr durch einen schönen Sommer-Tag
Er bringt ihr ein Nacht-Musikgen
Er bethrent ihre ohngemeine Härtigkeit/ nachdäme er sie/ wie Actäon die Dianam/ beym Baden Splitter-faselnakkt gesehn
Er singt ihr ein Morgen-Ständgen
Er vergnügt sich mit ihr
Ihr ümmer ümbs Bändel zu seyn/ ist ihm nicht müglich
Im Nahmen eines Andern
Er verlustirt sich über die kleine Kloris
Daß sie for ihr Schlößgen schon einen Schlüssel hat/ basst ihm nicht
Er drohstet sich wihder
Er verlihbt sich in Amaryllis
Er siht Arsinoen
Er ist in sie noch hefftiger verlihbt/ alß in Amaryllis
Er pirscht bey ihr auff den Cupidinem
Er freut sich/ daß es Herbst ist
Er schüttelt sein Hertz auß
Er lädt seine Gesöllen auff einen Göldt-Fasan
Er bekröhnt ihn mit einem Hirsch-Geweih
Er freut sich/ daß es wihder Winter wird
Er verdingt sich dem Apollini
Er dänckt an die hochfliegenten Adler ädler Teutscher Boesie/ so schon vor ihme gesungen
Er nimbt Abscheyd vom Leser/ indehme er sich darbey defendirt/ daß er kein Sauer-Topff gewesen
Angehänckte Auffrichtige und Reue-mühtige Buß-Thränen
Er ligt alt und kranck und kombt sich für geschlagner denn Hiob!
Er erwacht in den spähten Herbst-Morgen
Er ringt mit ihme/ wie mit ihme fürmahls jener alte Ertzt-Vatter Jakob rang
Er verträut Ihm!
Er stellt sich den letzten Gerichts- und Doten-Dag für
Er gedänckt seiner Lieben und daß sie ihme alle gestorben sind
Er bereut nichts; er wüntscht nur/ daß ihn noch Ein-mahl der Frühling freut
Er siht nach hartem Winter von seiner lezzten Streu auß der Kammer
Er spührt ihn kommen
Er spricht noch auß dem Grabe